Bedingungslose Liebe

Bedingungslose Liebe – ein großer Irrtum der Menschheitsgeschichte

Da langsam die Weihnachtszeit eingeläutet wird, habe ich vermehrt das Bedürfnis, über die Liebe zu schreiben. Schließlich kommen die Tage, an denen alle von Nächstenliebe, Familie und Menschlichkeit sprechen. Bald ist die Zeit wieder da, in der man etwas Gutes tun will. Spenden und Schenken bis die Weihnachtszeit vorbei und das schlechte Gewissen verflogen ist. Mein Unterton ist mal wieder grandios. Naja egal, lass uns mal gemeinsam die bedingungslose Liebe anschauen – sicherlich hast du schon einmal davon gehört. [mwpModal id=2]

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Bedingungslose Liebe

Im eigentliche Sinne wird unter der bedingungslosen Liebe die tiefe und anspruchslose Verbundenheit zu sämtlichen Lebewesen und Dingen verstanden. Ursprünglich stammt diese Bezeichnung aus dem spirituellen Sprachgebrauch. Da der Begriff jedoch immer mehr in Verbindung mit Partnerschaften angewandt wird, werde ich die ursprüngliche Bedeutung im übernächsten Punkt „Erleuchtete Liebe“ behandeln. In diesem Abschnitt beziehe ich mich daher auf die Liebe in einer Beziehung.

Bedingungslos lieben – klingt das nicht herrlich? Eine wahrhafte Traumvorstellung, ohne Bedingungen geliebt zu werden. Nicht ohne Grund suchen manche ihr ganzes Leben nach genau diesem einen Menschen, der einen ohne Anforderungen und Bedingungen liebt bzw. den man lieben kann. Dass dies für Beziehungen aber so nicht klappen kann, übersehen die meisten.

Denn sind wir mal ehrlich: Möchtest du deinen Partner mit einem anderen Menschen teilen? Bist du erfreut, wenn er plötzlich für ein Jahr im Ausland leben möchte? Sprichst du ihm gut zu, wenn er auf Dauer alleine wohnen will? Oder, um es krass auszudrücken, darf dein Partner dich schlagen oder jemanden töten, ohne deine Liebe zu verlieren?

Denn genau solche Situationen kann man unter ‚bedingungslos lieben‘ verstehen. Solange, wie die Liebe an eine Bedingung oder Anforderung geknüpft ist ( z.B. Du darfst nur mich lieben!) ist es eine bedingte Liebe.

Bedingungslose Liebe und Beziehungen passen nicht zusammen

Bedingungslose Liebe in Partnerschaft

Bedingungslose Liebe funktioniert nicht in Beziehungen

Eine bedingungslose Liebe ist in einer Beziehung einfach nicht möglich. Keine Bedingung haben, den Partner wirklich so lieben, wie er ist, das funktioniert nicht. Von bedingungsloser Liebe kann erst gesprochen werden, wenn all seine Taten keine Auswirkung auf die Liebe zu ihm haben. Lügen, Betrügen oder sogar kriminelle Handlungen würden keinen Gefühlsverlust bedeuten.

Eine monogame Beziehungsform ist da erst recht nicht möglich. Denn Monogamie ist ja schon eine Bedingung an sich. Die Bezeichnung sagt nun mal aus, nur einen Menschen zu lieben und keine partnerschaftliche Liebe für eine zweite Person empfinden.

Egal, für welche Beziehungsform man sich auch entscheidet, eine bedingungslose Liebe gegenüber einem Partner ist ohne weiteres nicht möglich. Es wäre auch ziemlich unvernünftig, mit jemandem zusammenzuleben, der einen schlägt.

Zu einer bedingungslosen Liebe gehört also immer die Liebe zu allem und jedem – ohne Bezug zu einer Partnerschaft. Eine Beziehung kann nie ohne eine Bedingung geführt werden.

Wer also tatsächlich bedingungslos Lieben kann, liebt automatisch erleuchtet.

Erleuchtete Liebe

Die erleuchtete Liebe spiegelt eigentlich genau den Grundgedanken der ursprünglichen bedingungslosen Liebe wieder. Sie beschreibt die tiefe Verbundenheit zu allem und jedem. Sämtliche Handlungen erfolgen aus reinem Herzen. In diesem Zustand gibt es keine Bedingungen. Ein Mörder und die eigene Mutter erhalten die gleiche Herzlichkeit, sämtliche Taten finden wahrhafte Vergebung. Selbst im Angesicht des eigenen Todes wird tiefstes Mitgefühl und Vergebung für seinen zukünftigen Mörder empfunden.

Wie kann man bedingungslos / erleuchtet lieben?

Auch wenn es erst einmal schwer klingt, sich gegenüber dieser Liebesform zu öffnen, finde ich die Lösung relativ simpel. Theoretisch ist die Grundvoraussetzung dafür nur ein ehrliches Verständnis und Mitgefühl gegenüber sämtlichen Taten, Ereignissen und Menschen. Liebe ist zwar mehr ein Gefühl und hat weniger etwas mit Logik zu tun, aber um zu diesem Gefühl zu gelangen, benötigt es meist den Verstand. Versuche, zu deinen Sünden zu stehen, dann verstehst du auch die Sünden anderer.

Bereits in meinen letzten Artikel „Heute etwas Weltfrieden, mit Liebe das Böse besiegen“ schrieb ich, dass kein Mensch böse geboren wird, außer es liegt eine Krankheit vor.

Unser soziales Umfeld formte uns zu dem, was wir heute sind. Ohne deine Eltern und Freunde wärst du heute nicht diese Person.  Vielleicht hattest du mit deiner Umgebung Glück. Eventuell wurdest du auch mit starken Genen ausgestattet, die dich ständig zum Kämpfen und Durchhalten animieren. Doch nicht jeder hat solches Glück!

Das falsche Umfeld lässt das Herz verstummen

Falsches Umfeld lässt uns erblinden

Falsches Umfeld lässt uns erblinden

Manch einer lernte in einem fernen Land bereits als Kind das Töten kennen, solche Personen töten aufgrund von Erziehung und nicht aufgrund von Gelüsten. Kann man solche Taten wirklich verübeln? Auch wenn du jetzt vielleicht anderer Meinung bist, wie sieht es denn bei dir oder der Mehrheit der Menschen aus? Sind wir nicht alle irgendwann schon einmal Mörder oder Mordbeauftragter gewesen? Schließlich lassen wir Tiere für unser Wohlgefühl töten, obwohl wir schon längst auf Fleisch verzichten könnten!

Nur die wenigsten schaffen es aus eigener Kraft aus dem Kreislauf des Tötens heraus. Ob Mensch oder Tier, gelernt ist gelernt.

Ebenfalls können psychisch schwache Menschen schnell in den Abgrund rutschen. Meist verheddern sie sich in Alkohol, Drogen und Kriminalität und kommen nur noch schwer aus dem Sumpf. Ist es Max zu verübeln, dass er drogenabhängig ist? In der Kindheit missbraucht, geschlagen und am Ende das Teufelszeugs, das vergessen lässt, entdeckt.

Den Mensch aus einem anderen Blickwinkel betrachten, das ist das ganze Geheimnis, um den Zugang zur erleuchteten Liebe zu finden.

Falls du bis hierher gekommen bist, hoffe ich, dass es für dich nicht ganz so ernüchternd war. Vielleicht konntest du für dich den einen oder anderen Ansatz mitnehmen.

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8 Kommentare
  1. Anonymous says:

    Lieber Thomas (Edit von SeelenGuru: ich habe mal den Namen von Andreas in Thomas korrigiert),
    ich möchte mit einem Satz aus dem Kybalion beginnen.
    „Jede Wahrheit ist auch eine Unwahrheit“ 
    Zu den was du über Beziehung und bedingungslose Liebe schreibst möchte ich meine Sichtweise hinzufügen.
    Erstens:
    Steht jeder bedingungslosen Liebe das Ego gegenüber das nur ganz wenige Menschen bewußt außen vor lassen können. Damit meine ich nicht Selbstaufgabe, sondern den Partner so zu nehmen wie er ist. Du sagst das funktioniert nicht  und führst ein paar schöne Beispiele an. 
    Ich hingegen glaube schon das es funktioniert.
    Menschen wünschen sich einen Partner der sie bedingungslos liebt.
    Was heißt das, dass er seine gesammte Aufmerksamkeit auf sie richtet immer da ist und alles hinnimmt, sein Leben auf sie ausrichtet ? Das ist reines Ego voller Bedingungen und sehr einseitig. 
    Du hast gesagt wenn einer schlägt oder nicht gut zum dem Anderen ist.
    Dann sollte ich für mich sorgen und Ihn verlassen, kann Ihn aber trotzdem weiter lieben und seinen Weg aktzeptieren.
    Dann wenn die bedingungslose Liebe einseitig ist kann es natürlich nicht funktionieren. Wie gesagt schon der Wunsch nach bedingungsloser Liebe ist reines Ego. 
    Als erstes sollte jeder bei sich schauen und ehrlich sein und sehen, das man einen Partner mit gleichen Werten und Moralvorstellungen findet.
    Dann kann es eine schöne lange Beziehung geben. Und vielleicht mal anfangen sich selbst in bedingungsloser Liebe zu üben.

    Zweitens:
    Hat bedingungslose Liebe nichts mit Märthyretum zu tun. Wir leben in einer dualen Welt ohne Gut kein Böse ohne Dunkelheit kein Licht.
    Aufhören nach seiner Überzeugung zu werten ist angesagt. 
    Mann kann für sich sagen ich möchte vegan leben und keine Tiere und Menschen töten. 
    Ich würde sowol Tiere wie auch Menschen töten, wenn sie mich töten wollten. Und was machst du, opferst du dich? 

    Beispiel:
    Ich war in Indien und mein Mann sagte, du musst deinen Platz nehmen sonst hast du hier verloren. Er hatte recht, egal wo ich war wurde ich oft übergangen es wurde sich vorgedrängelt, schamlos. In Asien habe ich gelernt meinen Patz zu nehmen freundlich bestimmt mit Körpersprache wenn es sein musste, sehr böse.
    Dort ist eine andere Erziehung angesagt. Dränge nach vorn sonst hast du verloren.
    Noch ein Beispiel :
    Wenn du von geplanten Attentat erfährst und keine Zeit mehr hast andere zu informieren um den Attentäter zu stoppen und er bei deiner Überwältigung zu Tode kommt. Bist du dann ein Mörder oder ein Held?
    Was hat das mit Liebe zu tun ? Jede Menge!

    Meiner Meinung nach kann man nur bedingungslos Lieben wenn das Ego vollkommen unter der Kontrolle dieser Liebe ist. Zur bedingungslosen Liebe gehört an erster Stelle, sie sich selbst zu schenken. Und schon sitzt das Ego an seinem Platz.
    Ego wenn Ego angebracht ist.
    Liebe immer dabei.
    In Form von Dankbarkeit und Demut vor dem großen Ganzen „ALL“
    Danke

    Antworten
    • SeelenGuru says:

      Hallo lieber Unbekannter,

      vielen Dank für dein Kommentar. Ich versuche mal auf deine Worte einzugehen.

      Meine Ansicht zu deiner ersten Sichtweise:
      Ich verstehe deine Gedanken und Denkweise. Ein prinzipieller Beziehungsgedanke wird in den meisten Fällen von Ego gesteuert, nur selten gibt es heutzutage Ausnahmen. Wenn jemand geschlagen wird, dann ist es natürlich vollkommen wichtig für sich zu sorgen und die Partnerschaft zu beenden. Den Menschen kann man natürlich weiterhin lieben, aber nun kommt meine Aussage aus meinem Artikel in Punkt 1.1 –> „Eine bedingungslose Liebe ist in einer Beziehung einfach nicht möglich.“ Denn sobald die Partnerschaft aufgegeben wird, wurde die Partnerschaft an einer Bedingung geknüpft. Bedingungslose Liebe ist natürlich, wie ich bereits schrieb, möglich. Doch wenn wir das Wort Bedingung wortwörtlich nehmen, sehen wir doch bereits in einer Partnerschaft Bedingungen. Alleine wenn ich deine Aussage nehme, „Als erstes sollte jeder bei sich schauen und ehrlich sein und sehen, das man einen Partner mit gleichen Werten und Moralvorstellungen findet.“, dann ist ja bereits das eine Bedingung für eine Partnerschaft. Ich möchte damit sagen, dass ich bezweifel, dass jemand eine Partnerschaft in Verbindung mit bedingungsloser Liebe hin bekommt. Denn ich sehe die bedingungslose Liebe ja noch aus dem Blickwinkel der erleuchteten Liebe.

      Nach meinem Verständnis, Gefühl und Gewissen unterscheidet die erleuchtete Liebe nicht zwischen Mensch und Mensch sowie zwischen Tier und Mensch. Und da rede ich jetzt nicht aus spiritueller Sicht, sondern aus eigener Sicht. Wer erleuchtet liebt, besitzt kein Ego und somit spielt für diese Person auch eine Partnerschaft keine Rolle mehr.

      Zu deiner zweiten Aussage:

      Bedingungslose Liebe hat nichts mit Märtyrertum zu tun, da denke ich genauso. Danach lebe ich auch nicht, doch es ist wichtig den Tätern (ob Mensch oder Tier) nicht zu verurteilen und dennoch lieben zu können. Doch in solchen Situationen wäre die Frage des Warums wichtig. Warum möchte mich mein Gegenüber töten? Was für Vor- und Nachteile entstehen durch seine Taten für ihn und seiner Umgebung und welche Vor- und Nachteile entstehen durch meinen Tod bei mir und meiner Umgebung? Wenn man die Zeit hat zum Analysieren, dann kann ich mir bei voller Erleuchtung vorstellen, dass ich in der Lage bin mich zu opfern wenn die Vorteile meines Todes für den Täter mehr Gewicht tragen, als bei meinem Überleben bzw. Tod. Ein Beispiel dazu:

      Wenn ich gefühlt keine Aufgaben mehr im Leben haben und ein Einzelgänger bin, vor mir ein Mann steht der 5 Kinder und eine Frau zu ernähren hat, diese seit Wochen hungern und jetzt mich als Nahrung sehen, dann wäre hier die Frage welche Vor- und Nachteile hätte mein Tod bzw. mein Überleben. Mal davon abgesehen, dass andere Möglichkeiten zur Nahrungsbeschaffungen nicht existieren. (ist ja nur ein fiktives Beispiel) Wenn mein Überleben bedeuten würde ich müsste den Mann umbringen und somit die 5 Kinder und die Frau den sicheren Tod überlassen, dann wäre mein Überleben auch nicht mehr viel Wert für mich. Es kommt also immer darauf an, wie, wann und warum man sich opfert.

      Mit dem Beispiel bzgl. des Attentats, wie gesagt sehe ich genauso und denke ich auch nicht anders. Hier ist jedoch wieder wichtig, nur in Liebe zu handeln und den Attentäter mit vollster Liebe zu würdigen. Wie ich bereits beim Beispiel mit den Kindersoldaten schrieb, ich verurteile nicht die Taten und deren Handlungen, ich kann diese verstehen – jedoch heißt das nicht, dass ich mich opfern würde – außer es gebe wie im vorherigen Beispiel einen wichtigen Grund für die Opferung.

      Ich danke dir von Herzen für deine Worte und für deine Denkweise.

      Liebe Grüße

      Thomas

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  2. Andreas says:

    Hallo SeelenGuru (-;
    ich fand deinen Artikel und deine Betrachtung dieses Themas sehr gut! Da geht es wirklich einfach auch um Defintionsfragen. Bedingungslos ist ein Begriff, den man so sicher nicht erfüllen kann, und es erleuchtete Beziehung zu nennen, ist wirklich stimmiger. Trotzdem hat meiner Meinung nach „bedingslose Liebe“ nichts damit zu tun, dass ich mit einem Menschen zusammen leben würde, der mich schlägt. Diese Liebe beginnt ja bei mir selbst. Zuerst steht da die Selbstliebe, die würde so etwas schonmal ausschließen. Das Thema ist schon ziemlich komplex und man könnte sich sicher sehr lang darüber unterhalten. (-;

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  3. Andreas says:

    Ich würde als erstes einmal unterscheiden zwischen: bedingungsloser Liebe und Bedingungsloser Partnerschaft. Ersteres in meiner Meinung nach möglich, in jedem Augenblick. Zweites nicht. Weil wir, wie du schon sagt, Beziehungen im Sinne einer Partnerschaft natürllich immer mit irgendwelcehn Bedingungen und Abmachungen eingehen, egal, wie die aussehen.

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  4. Lilly says:

    Ich geselle mich mal dazu…
    Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit gelebter Spiritualität. Die Theorie ging voraus, aber lange Jahre eben „nur“ Theorie, bis ich die „Straße“ fand, bzw. man mich fand und streng an die Hand nahm.
    Meine Erfahrung ist grundsätzlich, praktisch, dass wir, solange wir noch ein Ego besitzen, immer Schwankungen unterworfen sind. Mal ist man in einem „Hoch“, edel, großmütig, vergebend, vermag zumindest aus der Ferne alles zu lieben oder meint, es zu tun. Dann wieder ist man eng, kreist verstärkt um sich selbst, wertet und leidet bestenfalls darunter, weil es einem zumindest schon einmal bewusst ist. Manchmal auch nicht und man merkt es erst hinterher, wenn man ehrlich ist. Oft fragt man sich nach Monaten, was für ein Mensch man damals noch war und sieht die Veränderung. Ist man aufrichtig spirituell unterwegs, verändert man sich immer schneller.
    Geht man den Weg der Hingabe an das Göttliche Bewusstsein, erhält Antwort in Form von Gipfelerlebnissen usw., fangen auch die Läuterungsschübe an. Und das dauert. Bevor man die nicht abgeschlossen hat und „bereinigt“ ist, wird man zu der bedingungslosen Liebe kaum fähig sein. Man kann sich und sollte sich darum bemühen, ohne Zweifel, aber hat man diese letzte Stufe erreicht, die Vereinigung mit dem Göttlichen Bewusstsein, braucht es keine Bemühungen mehr. Dieser Zustand IST Liebendsein, wenn man es so ausdrücken möchte. Vorher wird man immer nur einen Teil davon leben können. Ich bin manchmal schon dankbar, wenn ich gegenüber „verletzenden“ Menschen so etwas wie Neutralität des Nichtwertens zustande bringe.
    Bis zum Ende bleibt alles Bemühung und Übung. Und jede Stufe hat ihre Berechtigung.
    Wichtig in meinen Augen ist, dass man irgendwann überhaupt damit anfängt, an etwas Höheres zu glauben und ihm zu folgen, bzw. sich führen zu LASSEN. Die Wege dahin sind so zahlreich wie die Menschen selbst, keiner gleicht dem anderen. Es ist deshalb sehr schwer bis unmöglich, den eines anderen zu beurteilen.

    In seelischer Verbundenheit, jemand, der auf dem Weg ist

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  5. Rahel says:

    Hallo,
    schöner Artikel und ich stimme größten Teils zu. Jedoch, möchte ich gerne hinzufügen, dass bedingungslose Liebe sowieso erst möglich ist, wenn sie von einem reinen Menschen gegeben wird. Da es wenig erleuchtete Menschen auf dieser Erde gibt, so ist bedingungslose Liebe doch recht selten. Viele sagen, dass die Liebe einer Mutter, oder der Eltern, bedingungslos ist. Auch hier kann ich das nur bezweifeln. Sicher ist die Liebe der Eltern sehr rein und mit weniger Bedingungen verbunden als man sie gegenüber einem Partner hat. Aber bedingungslos ist sie auch nicht. Eltern wollen immer etwas von ihren Kindern. Ist nicht schon alleine der Entschluss dazu Kinder zu bekommen egoistisch? Wir wollen Kinder, nicht weil wir der Welt helfen wollen oder neues Leben kreieren wollen (vielleicht in ein paar seltenen Fällen), sondern weil wir unser Leben erfüllen wollen und es uns so vorgelebt wird. Die meisten von uns denken doch, dass das Leben nur mit Kindern ein vollkommenes Leben ist.
    Wenn die bedingungslose Liebe gegeben werden kann, so wird sie an ALLE gegeben und nicht nur an eine Person. Wenn wir spirituell so weit sind, limitieren wir unsere Liebe nicht mehr, wir können es auch gar nicht! Wir schenken unsere Liebe an jedes Lebewesen und zwar bedingungslos. Und hier sehe ich auch eine monogame Beziehung möglich. Doch diese Beziehung ist ganz anders. Sie besteht zwischen zwei reinen Seelen, auf Seelenpartner Basis und ist ein Geben und Nehmen. Sexuelle Beziehungen spielen in dieser Entwicklungsebene sowieso keine große Rolle mehr, also wieso mehrere Partner haben?

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  6. Martina Schiffner says:

    Hallo, eure Aussagen sind in der Theorie bestimmt gut und richtig und erstrebenswert, beide Vorstellungen, ich sag mal das sind Ideale die hier beschrieben werden, sind jedoch eben wie gesagt Vorstellungen, die mit der normalen emotional bestimmten Durchschnittsrealität in menschlichen Beziehungen wenig zu tun haben. Besonders schwierig finde ich den Begriff: Ego. Wer oder was ist denn Ego? Im besten Fall doch auch nur ein innerer Diskussionspartner von vielen. Wer sagt denn eigentlich Ich? Und entwickelt diese Ideale? Jeder versucht sich doch mehr oder weniger erfolgreich durchzuwurschteln um zu überleben. Der ein oder andere macht dabei dann einen auf erleuchtet und gewisse Gruppen schließen sich dem an, weil a: Menschen zum Überleben Gruppen bilden und b: Gruppen Führungskräfte auswählen, Irgendeiner muss nun mal sagen, wo es lang geht, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen. Sonst schweben wirl orientierungslos im Raum rum und verhungern ratz fatz. Ist also quasi eine Möglichkeit zu überleben. Wer sagt denn das Drogenabhängige keine Überlebenskompetenz haben? Das sind doch Bewertungssysteme, nach meiner Beobachtung. Keiner findet einen Mörder wirklich sympathisch die werden eher ausgegrenzt als die Kriegsheimkehrer die einen unangenehmen Job für die Gruppe erledigt haben. Vorsicht mit den Idealen denn Ideale sind Vereinfachungen und die Realtät ist nun mal komplex und erfordert eine ständigen Neuausrichtung bzw Anpassung. Und anschauen, woher kommt der Begriff, wer hat den entwickelt unter welchen Vorraussetzungen. Woher komnt die Vorstellung und sollte ich der wirklich Glauben schenken? Das sind so meine Gedanken zu dem Thema Agabe (bedingungslose Liebe) oder ‚Erleuchtung‘ Kommt definitiv aus einer Zeit ohne Elektrizität momentan wünsch ich mir manchmal das das eine oder andere im Dunklen bleiben könnte.

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  7. Friederike says:

    Lieber Seelenguru,

    ich möchte mich der Meinung anschließen, dass ein Mensch, der sich aus einer Beziehung verabschiedet, trotzdem bedingungslos liebt. Er kann seinen Partner oder Partnerin lieben so wie derjenige ist. Ich stelle dann an ihn nicht die Forderung, dass er sich anders verhalten soll. Das wäre eine Bedingung. Wenn ich jedoch die Partnerschaft einfach verlasse, weil ICH in ihr nicht sein kann, dann stelle ich keienerlei Bedingung sondern stelle fest, dass ICH eine Änderung herbeiführen muss. Das tue ich dann für mich, weil ich mich selbst liebe. Ich trete für mich ein. Deswegen liebe ich den Anderen trotzdem bedingungslos.
    Eine Bedingung stellen bedeutet, ihn verändern zu wollen, von ihm etwas bestimmtes zu erwarten und darum zu kämpfen, dass diese Forderung erfüllt wird. Dann ist es keine bedingungslose Liebe.
    Bedingungslose Liebe lebt mit dem was ist und handelt. Mehr nicht.Sie bedeutet nicht sich alles gefallen zu lassen. Sie bedeutet jedem Menschen mit Respekt und Mitgefühl zu begegnen, egal, was er tut. Das heißt: Ich begegne in der bedingungslosen Liebe auch mir selbst mit Respekt und Mitgefühl. Also gehe ich, wenn mir eine Situation nicht gut tut und ich keine Änderung herbeiführen kann. Es bedeutet einen Mörder nicht mit einem Mord zu begegnen sondern wenn möglich sich abzuwenden oder eher sich selbst töten zu lassen als selbst einen Mord zu begehen. Weil man in der bedingungslosen Liebe weiß, dass allein der Körper vergänglich ist und man auch nicht an seinem Leben festhält. Nicht einmal an seinem eigenen Leben. Das ist Freiheit und gleichzeitig bedingungslose Liebe. Es bedeutet sich immer, in jeder Situation gegen eine böse Tat zu entscheiden. Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben.
    In der bedingungslosen Liebe existiert kein Ego mehr. Es ist gegangen, hat sich verabschiedet. Ein Mensch, der soweit bewusst geworden ist, handelt nur noch aus sich selbst heraus. und sein Verstand ist nur noch ein Werkzeug, um ein immer besserer Mensch zu werden. Mehr nicht. Bedingungslose Liebe kann niemand auf nur einen Bereich im Leben beschränken. Man lebt sie, sie ist in einem oder eben nicht. Es gibt keine zwei Gleise. Es gibt in ihr nur noch das Sein und das Verbundensein mit allem was ist, mit jedem Menschen, mit unserer wunderschönen Erde, mit den Tieren und Pflanzen, ja mit dem ganzen Weltall.

    Alles Liebe
    Friederike

    Antworten

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