Erfahrungsbericht mit Drogen: Psychose durch Kiffen & Ecstasy / MDMA

Wie ich auf Ecstasy hängen geblieben bin!

Eigentlich halte ich nicht viel vom Schwelgen in der Vergangenheit, zum Analysieren in Bezug für die Persönlichkeitsentwicklung ist dies zwar meines Erachtens notwendig, doch man sollte sich nicht gänzlich in der Vergangenheit verlieren. Aus diesem Grund wollte ich auch nicht zwangsläufig über meine Drogenerfahrung sprechen. Als ich jedoch bemerkte, wie wichtig für eine Freundin meine Erfahrung dahingehend ist, entschloss ich mich über meinen dauerhaften Rauschzustand durch Ecstasy und meiner Psychose durchs Kiffen zu berichten. In diesem Artikel findest du also meinen Erfahrungsbericht über meine Psychose durch Ecstasy und wie daraus eine langlebige Angststörung in Form von Panikattacken entstand.

Erfahrungen mit Drogen: Psychose durch Kiffen und Ecstasy

Erfahrungen mit Drogen: Psychose durch Kiffen und Ecstasy

Inhaltsverzeichnis

  1. Triggerwarnung
  2. Video zu meinem Erfahrungen mit Ecstasy & Cannabis
  3. Meine ersten Erfahrungen mit Drogen
  4. Psychose beim Kiffen – eingebildet die Zunge zu verschlucken
  5. Auf Ecstasy hängen geblieben
    1. Sechs Jahre im Rauschzustand mit ständigen Flashbacks
    2. Meine Angst vor Rucola
  6. Abschluss

Triggerwarnung:

Es sei gesagt, mein Artikel erhält viele Trigger die womöglich Ängste Panikattacken auslösen können. Versuche also selber zu entscheiden, ob du dir meine Erfahrungen mit Psychosen, Halluzinationen und Drogen zutraust oder nicht. Falls du also beim Lesen anfällig reagierst, solltest du vielleicht solange warten bis du dich mental stärker fühlst.

Video zu meinem Erfahrungen mit Ecstasy & Cannabis

Wer nicht viel lesen möchte, kann auch auf mein Youtube-Video zurückgreifen. In diesem berichte ich nochmal ausgiebig über meine Erfahrungen mit den Psychosen die durch Ecstasy und Kiffen entstanden.

Meine ersten Erfahrungen mit Drogen

Mit 15 Jahren begannen meine ersten Drogenerfahrungen. Meine Einstiegsdroge war direkt Ecstasy. Als die erste Hürde überwunden war und eine halbe Pille in meinem Mund verschwand, war die Angst vor dem Teufelszeug besiegt. Die erste Ecstasy bewirkte bei mir jedoch nichts weiter, als in der Disko einzuschlafen. Auch eine ganze Tablette wirkte nicht, irgendwie benötigte ich höhere Dosen. Aus diesem Grund fing ich an, zwei Pillen am Abend zu schlucken. Ich probierte immer mehr aus und irgendwann stellten sich auch die ersten „geilen“ Rauschzustände ein. Nach dem ersten geilen Trip, war ich gefangen. Nun hatte ich endlich ein Wundermittel gegen meine Probleme, dass daraus jedoch andere Sorgen entstehen, war mir in der Zeit noch nicht bewusst. Neben Ecstasy wurde später auch Cannabis, Speed und Crystal Meth ausprobiert. Auf einen wöchentlichen Drogenrausch wollte ich nicht mehr verzichten, wenn da nicht das allgemeine Geldproblem gewesen wäre.

Psychose beim Kiffen – eingebildet die Zunge zu verschlucken

Psychose beim Kiffen - Halluzination Zunge zu verschlucken

Psychose beim Kiffen – Halluzination Zunge zu verschlucken

Eines Tages machte ich nach der Disko noch einen Abstecher zu Kumpels. Auf dem Programm stand, aus einem Eimer mit Wasser mit einer zerschnitten Plastikflasche zu Kiffen. Geeimert habe ich vorher noch nie, die Wirkung – die mit einer Bong oder einem Joint nicht zu vergleichen war – hatte ich etwas unterschätzt. Nach dem ich paar Minuten zugekifft auf der Couch saß und den anderen einfach nur beim Quatschen zu hörte, fing ich an mir einzubilden meine Zunge zu verschlucken. Am Anfang versuchte ich das ganze noch zu verdrängen, doch vor meinem geistigen Auge sah ich deutlich wie meine Zunge in den Hals rutschte. Ich reagierte panisch und nichts half mir um von der Halluzination los zu lassen. Am Ende wurde dann gegen 05:00 Uhr der Krankenwagen gerufen.

Ich weiß noch, wie ich zwischenzeitlich in einem Hof in der Dresdner Neustadt saß. Ein Sanitäter sprach mich mit einem schroffen Ton an und gab mir gleichzeitig einen kleinen Klaps auf die Wange. Wahrscheinlich wollte er für etwas mehr Klarheit in meinem durchweichten Kopf sorgen. Am Ende half jedoch nur die Fahrt ins Krankenhaus. Ich erinnere mich noch daran, wie mir ohne Betäubung ein Katheter eingeführt wurde und die Polizisten sich über meine Intimrasur lustig machten – man bemerke, dieser Vorfall war vor 15 Jahren. Gegen 09:00 Uhr bin ich dann rauschfrei aus dem Schlaf aufgewacht. Aufgrund des Katheters begleitete mich ein Gefühl von Inkontinenz. Meine Mutter holte mich dann unter Tränen im Krankenhaus ab.

Nach diesem Vorfall schwur ich, nie wieder zu Kiffen. Ich verbannte die Worte Hasch, Cannabis, Hanf, Joint und Kiffen aus meinem Kopf. Seit dem Tag wurde von mir keine Bong mehr angefasst. Doch so vernünftig wie auch die Entscheidung klingen mag, so konfus waren dann die darauf folgenden Worte. Denn ich war der festen Überzeugung, Kiffen bzw. pflanzliche Drogen wären schlimmer als chemische bzw. synthetische Drogen. Somit beschloss ich, meinen Rauschzustand nur noch mit Ecstasy und anderen chemischen Drogen zu erreichen. Allein diese Denkweise sagt wohl schon alles.

Auf Ecstasy hängen geblieben

Psychose: hängen geblieben auf Ecstasy

Psychose: hängen geblieben auf Ecstasy

Eines Tages kaufte ich mir, bei meinem „Drogendealer des Vertrauens“, ein glasiertes Teil (Umgangssprache für eine Ecstasy-Pille). Diese kleine gesprenkelte Tablette sollte mein Leben ausschlaggebend verändern. Aus unerklärlichen Gründen, hob ich dieses Teil jedoch zwei Wochen auf. Irgendwann wollte ich vor meinen Schulkameraden cool sein und ich nahm diese vor Unterrichtsbeginn. Zum damaligen Zeitpunkt war mein Leben eh schon versaut, ich hatte Abgang 7. Klasse, somit keinen Schulabschluss, und besuchte deshalb nur ein BVJ (Berufsvorbereitungsjahr).

Gegen 08:00 Uhr saß ich also mit meinen 15 Jahren total druff im Klassenraum, die Droge ballerte mein Gehirn weg und der Unterricht war natürlich Nebensache. Doch so verballert ich auch war, ich kann mich noch heute – 15 Jahre später – an den Rausch erinnern. Dieser war anders als sonst. der ganze Raum erdrückte mich, ich fühlte mich durch meine Klassenkameraden und von meinem Lehrer eingeengt und beobachtet. Auch wenn ich nicht im Mittelpunkt der Klasse stand, fühlte ich mich an diesem Tag als zentraler Punkt des Unterrichts. Anstatt in gewohnten Glücksgefühlen zu schweben, überkam mich jedoch eine Art Angst. Ich fühlte mich etwas abseits von meinem Körper, die Welt beängstigte mich. Ich musste mehrmals die Klasse verlassen um den Trip irgendwie zu überstehen. Nach Schulschluss war ich immer noch total im Rausch.

Selbst gegen 22:00 Uhr, als mein Bruder nach Hause kam, war ich noch nicht runtergekommen. Langsam war ich etwas beunruhigt. Da an Schlaf nicht zu denken war, spazierte ich mit ihm gegen Mitternacht durch die Nachbarschaft. Irgendwie komisch, doch an diesem Tag habe ich mich mit meinen Bruder besser verstanden als sonst. Ich weiß nicht, ob ich den Tag überhaupt schlafen konnte – ich kann mich nur noch erinnern, dass ich bei geschlossenen Augen sofort eine Art Abltraum erlebte. Ich traute mich nicht mehr im Wachzustand meine Augen zu schließen. Sofort kamen mir Bilder von Hexen oder Dämonen.

In den nächsten sieben Tagen spürte ich, was die Drogen anrichten können. Die Ecstasy hörte nicht mehr auf zu wirken und ich bin auf meinem Trip hängen geblieben. Zumindest dachte ich das, womöglich war es nur Einbildung und mein Kopf spinnte sich den Rausch zusammen. Ab den zweiten Tag fing ich an, ca. sechs bis acht Liter Wasser am Tag zu trinken – schließlich wollte ich die Chemie aus meinen Körper spülen. Doch es wollte mir nicht gelingen, der Dauerrausch sollte ein Teil meines Leben werden. Dass dieser sich später in eine Panikattacke verwandeln wird, war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst.

Die ersten zwei Wochen war ich fast ununterbrochen in dem erdrückenden Gefühl gefangen. Innerhalb der ersten 7 Tage konnte ich insgesamt ca. vier bis sechs Stunden schlafen. Ich weiß noch, wie ich bei jedem morgendlichen Duschen darüber nachdachte; was wäre, wenn ich nie wieder von dem Ecstasy Trip herunter komme?

Am dritten Tag entschloss ich, meiner Mutter von meinen Dauerzustand und meinem Drogenkonsum zu erzählen. Da ich im Rausch schnell eine Heulkrampf bekommen konnte, nahm ich meine Mutter im Flur zur Brust. Ich teilte ihr mit, ich hätte ihr was zu sagen über das sie sehr eintäuscht sein wird. Dabei flehte ich sie an, mir nicht böse zu sein und nicht vor mir zu weinen – da ich sonst einen Heulkrampf bekommen würde. Ich erzählte ihr von meinem Trip und das ich Angst habe nicht mehr herunter zu kommen. Sie nahm, wie von mir gewünscht, alles kommentarlos hin und zog sich zurück in ihr Wohnzimmer.

Die nächsten Tage konnte sie zwar nicht viel für mich machen, doch ich war beruhigt jemanden in meiner Nähe zu haben.

Sechs Jahre im Rauschzustand mit ständigen Flashbacks

Endloser Rauschzustand

Endloser Rauschzustand

Nach dieser besagten Pille nahm ich nie wieder irgendwelche Drogen. Doch dennoch erlebte ich regelmäßig meinen ungewollten und unschönen Flashback. Die ersten Monate trat dieses Gefühl noch täglich auf – fast ununterbrochen. Später war es dann mehrmals in der Woche und nach paar Jahren eher unregelmäßig. Doch insgesamt dauerte der Zustand ca. sechs Jahre an.

Vor allem wenn ich darüber sprach oder ich das Gefühl hatte, mir hat jemand etwas ins Getränk getan oder gewisse Medikamente wirken falsch, stellte sich der Rausch wieder ein.

In diesen Momenten kam jedes Mal eine Art Schwindelgefühl auf, doch es war kein gewöhnlicher Schwindel, es war eine Mischung aus Schwindel; ein erdrückendes Gefühl gepaart mit Atemnot und der Drang zum Hyperventilieren. 13 Jahre später sollte ich erfahren, dass ganze war zur Angststörung mutiert und der Schwindel war Teil einer Panikattacke. Am Ende waren es also keine Drogen-Flashbacks die mich quälten, sondern Panikattacken.

Meine Angst vor Rucola

In meinem Artikel Ängste und Panikattacken überwinden – so geht es! erwähnte ich bereits meine Angst vor Rucola. Da eine unbehandelte Angststörung schnell andere Ängste auslösen kann, entstand bei mir irgendwann die Rucolaangst. Auslöser war ein Missgeschick bei Rewe, als diese anstatt Rucola das hochgiftige Kreuzkraut verkauften.  Als ich dies aus dem TV erfuhr, konnte ich nicht mehr sorgenfrei Rucola essen. Erst eine bewusste Konfrontation konnte am Ende auch diese Angst vor Rucola besiegen.

Abschluss:

Falls du unter ähnlichen Zuständen leidest, empfehle ich dir dich mal mit dem Thema Angst- und Panikstörungen zu beschäftigen. Denn ich bin kein Einzelfall, eine Freundin machte ähnliche Ecstasy-Erfahrungen. Auch sie leidet seit dem an Panikattacken und Ängsten. In meinem Artikel, Ängste und Panikattacken überwinden, findest du einige Tipps zur Bekämpfung von Panikattacken.

Falls du meinen kleinen Erfahrungsbericht nützlich fandest, freue ich mich wenn du diesen Artikel auf Facebook, sowie in Foren und Gruppen, teilst. Denn am Ende möchte ich viele Betroffene mit meinen Worten erreichen und helfen!

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